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Gartenparty planen

Bei Gartenpartys geht selten das Essen aus – aber fast immer die Getränke, die Sitzplätze oder die Geduld der Nachbarn. Hier stehen die Zahlen, mit denen du wirklich rechnen musst.

Getränke: die Zahl, die alle unterschätzen

Rechne mit 1,5 Litern pro Person für einen Abend. Bei über 25 Grad oder wenn getanzt wird, eher 2 Liter. Das klingt viel, ist aber die Menge, bei der nichts ausgeht.

Eine bewährte Aufteilung: etwa die Hälfte alkoholfrei (Wasser, Schorle, Limonade), ein Drittel Bier, der Rest Wein und Sekt. Alkoholfreies wird fast immer zu knapp eingekauft, weil man beim Planen an sich selbst denkt und nicht an Autofahrer, Schwangere und Kinder.

Eis nicht vergessen: rund 1 Kilo pro 10 Gäste, wenn gekühlt werden muss. Das wird beim Einkauf regelmäßig übersehen und ist am Tag selbst kaum noch zu beschaffen.

Essen: weniger, als du denkst

Beim Grillen reichen 300 bis 400 Gramm Fleisch pro Person, bei gemischtem Buffet weniger. Wer Salate, Brot und Beilagen dazustellt, kann das Fleisch deutlich reduzieren.

Faustregel fürs Buffet: sechs bis acht verschiedene Sachen sind genug. Mehr Auswahl bedeutet nicht mehr Zufriedenheit, sondern mehr Reste.

Plane mindestens ein sättigendes vegetarisches Gericht ein – nicht als Beilage, sondern als vollwertige Hauptspeise. Das ist inzwischen Standard und fällt negativ auf, wenn es fehlt.

Sitzplätze und Platz

Nicht jeder Gast braucht einen Sitzplatz, aber etwa zwei Drittel der Gäste sollten sich gleichzeitig setzen können. Stehtische entlasten spürbar und kosten wenig Platz.

Rechne pro Person mit rund einem Quadratmeter freier Fläche zum Stehen und Bewegen. Ein normaler Reihenhausgarten trägt gut 20 bis 25 Gäste, bevor es eng wird.

Denk an Schatten. Eine Gartenparty im Juli ohne Schattenplatz leert sich zwischen 14 und 17 Uhr von allein.

Der Ablauf, der funktioniert

Ankommen und Getränke (1 Stunde). Kein Programm. Leute kommen gestaffelt, und die erste Stunde gehört dem Ankommen.

Essen (1 bis 1,5 Stunden). Früher als gedacht – wer erst um 20 Uhr grillt, hat vorher hungrige und danach müde Gäste.

Spiele und Bewegung (offen). Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Essen, wenn die Stimmung ein Loch bekommt. Wichtig: Spiele, die nebenbei laufen und bei denen man jederzeit ein- und aussteigen kann.

Ausklang. Ab etwa 22 Uhr Musik leiser, Lichterketten an, Getränke bleiben stehen.

Was rechtlich gilt – kurz und praktisch

Ab 22 Uhr gilt die allgemeine Nachtruhe. Es gibt entgegen einem verbreiteten Irrglauben kein Recht auf „einmal im Jahr laut feiern“ – Rücksichtnahme ist Pflicht.

Der wirksamste Trick kostet nichts: Sag den direkten Nachbarn ein paar Tage vorher Bescheid. Wer eingeweiht ist, ruft deutlich seltener beim Ordnungsamt an. Noch besser: lad sie ein.

Musik nach 22 Uhr nach drinnen verlegen oder auf Zimmerlautstärke im Garten reduzieren.

Der Plan B, den fast jeder vergisst

Für den Regenfall brauchst du drei Dinge geklärt: Wo essen die Leute, wo stehen die Getränke, und was passiert mit der Musik. Wer das erst bei den ersten Tropfen entscheidet, verliert die halbe Feier.

Ein Pavillon reicht meist nicht für alle. Realistischer ist: Buffet nach drinnen, Getränke unter den Pavillon, und die Leute pendeln.

Prüfe den Wetterbericht spätestens drei Tage vorher – dann kannst du noch reagieren, ohne in Panik zu geraten.

Der Trick gegen tote Stimmung nach dem Essen

Genau nach dem Essen kippt fast jede Gartenparty für zwanzig Minuten – die Leute sind satt und schwer. Ein Spiel, das ohne Ansage nebenbei startet, überbrückt genau diese Lücke. Cornhole oder Mölkky funktionieren dafür besonders gut, weil man mit einem Glas in der Hand mitspielen kann.

Spiele für deine Gartenparty

Unsere Happy Summertime Box enthält acht Outdoor-Spiele, die nebenbei laufen und bei denen jeder ein- und aussteigen kann. Mieten in Wolfenbüttel, Braunschweig und Umgebung.

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